Amberg

Wo alles begonnen hat

Portrait von Jule Rudrof - Künstlerin in Leipzig.
About

Amberg ist meine Heimat. Die Stadt, in der ich aufgewachsen bin, in der ich meine ersten Bilder gemalt habe – und die mich als Künstlerin bis heute prägt, auch wenn ich inzwischen in Leipzig studiere.

Es gibt etwas an kleineren Städten, das ich mag. Die Nähe, die Überschaubarkeit, das Gefühl dass Kunst hier etwas bedeutet und nicht einfach im Rauschen einer großen Szene verschwindet. Amberg hat mir das gegeben.

Was mich antreibt

I am resting. Ölgemälde auf Leinwand – Selbstportrait Jule Rudrof.

Ich male Menschen. Genauer: Ich male Momente, in denen Menschen ganz bei sich sind. Keine Posen, kein Lächeln für die Kamera. Eher das Gegenteil – ruhende Gesichter, eingekehrte Blicke, ein Körper, der einfach da ist.

Das klingt vielleicht unspektakulär. Aber ich glaube, genau darin steckt etwas Ehrliches. Wenn jemand vor einem meiner Bilder stehenbleibt und sagt „die Person da sieht aus, als würde sie gleich die Augen aufschlagen" – dann ist das für mich mehr als jedes Lob.

Ich arbeite hauptsächlich mit Öl und Acryl, daneben mit Kohle, Graphit und Drucktechniken wie Linol- und Lithografie. Gelernt habe ich an der Akademie Faber-Castell in Nürnberg, bevor es mich nach Leipzig verschlagen hat.

Ausstellungen in Amberg

Amberg war lange mein wichtigster Ausstellungsort und ist es in gewisser Weise noch immer. Ich habe hier in Galerien, Kulturräumen und öffentlichen Gebäuden ausgestellt und dabei jedes Mal erlebt, was passiert, wenn Bilder auf echte Menschen treffen.

Das Ringtheater, die Feuerwache, öffentliche Ausschreibungen und Kunstpreise. Amberg hat eine aktive Kulturszene, die ich sehr schätze. Gerade für eine junge Künstlerin ist es etwas Besonderes, in der eigenen Stadt gesehen und wahrgenommen zu werden.

Ich habe in Amberg den Kulturförderpreis der Stadt gewonnen und beim Sparda-Bank Kunstpreis teilgenommen. Beides tolle Erfahrungen. Ein persönliches Highlight war letztes Jahr die Einladung zur Sonderausstellung in Périgueux, der französischen Partnerstadt von Amberg.

Dort bekommt Kunst noch einmal eine andere Aufmerksamkeit – ein anderes Publikum und mehr Raum. Das hat mir wieder gezeigt, dass Kunst auch abseits großer Städte einen echten Platz hat und ein aufmerksames Publikum findet.

Was mir wichtig ist

Zuhause Kraft sammeln.

Zwischen Atelier und Alltag brauche ich Stille. Die schönsten Stunden sind die, in denen ich einfach nur mit einer Leinwand allein bin, ohne Ziel, ohne Druck.

Kaffee – aber richtig.

in guter Siebträger-Kaffee am Morgen ist für mich eine Art Ritual. Am besten bevor der Tag anfängt und die Welt noch ruhig ist.

Serien als Ausgleich.

Wenn der Kopf vom Malen voll ist, brauche ich manchmal einfach eine gute Serie. Bewusst abschalten damit die Kreativität wieder arbeiten kann.

Cafés und gutes Gebäck.

Egal ob in Amberg oder Leipzig, ich bin immer auf der Suche nach dem nächsten guten Stück Kuchen und einem Platz, an dem man einfach sitzen und schauen kann.

Analog fotografieren.

Mit einer Filmkamera durch die Stadt laufen verändert den Blick. Man überlegt zweimal, bevor man auf den Auslöser drückt. Das hat etwas von Malerei, weniger ist mehr, und das Warten gehört dazu.

Ausstellungen – Kunst in die Welt tragen

Jule Rudrof Auszeichnung Kulturförderpreis Amberg 2021.

Amberg war mein erster Ausstellungsort und ist bis heute ein Ort, dem ich mich verbunden fühle. Aber mit der Zeit sind andere Räume dazugekommen: der Raum Nürnberg, internationale Ausstellungen und zuletzt immer mehr Bezüge zu Leipzig.

Für mich sind Ausstellungen schöne Möglichkeiten, meine Kunst in eine größere Öffentlichkeit zu tragen, mit echtem Publikum & echten Reaktionen. Das gibt eine gewisse Anerkennung und zeigt mir warum ich gerne male.

Lust auf mehr?

Schau dir meine Galerie an, wenn du sehen möchtest, woran ich gerade arbeite.

Oder lies, mehr über mich – da erzähle ich ein bisschen mehr davon, wie ich zur Malerei gekommen bin.

Und wenn du einfach Fragen hast oder mal reden möchtest: hallo@jule-rudrof.de