Leipzig

Ein Ort zum malen und wachsen

Portrait von Jule Rudrof - Künstlerin in Leipzig.
About

Seit 2024 studiere ich an der Hochschule für Grafik und Buchkunst hier in Leipzig – kurz HGB. Und ich merke, wie sehr ein Ort prägt. Leipzig hat eine Energie, die mich antreibt. Diese Mischung aus Ruhe, Geschichte und einer Kunstszene, die wirklich lebt.

Aufgewachsen bin ich in Amberg, in der Oberpfalz – einer Stadt, die mich als Künstlerin lange begleitet hat und es noch immer tut. Leipzig ist jetzt der Ort, wo meine Arbeit wächst. Wo ich Dinge ausprobiere, die ich vorher nicht gewagt hätte. Beides gehört zu mir.

Was mich antreibt

I am resting. Ölgemälde auf Leinwand – Selbstportrait Jule Rudrof.

Ich male Menschen. Genauer: Ich male Momente, in denen Menschen ganz bei sich sind. Keine Posen, kein Lächeln für die Kamera. Eher das Gegenteil – ruhende Gesichter, eingekehrte Blicke, ein Körper, der einfach da ist.

Das klingt vielleicht unspektakulär. Aber ich glaube, genau darin steckt etwas Ehrliches. Wenn jemand vor einem meiner Bilder stehenbleibt und sagt „die Person da sieht aus, als würde sie gleich die Augen aufschlagen" – dann ist das für mich mehr als jedes Lob.

Ich arbeite hauptsächlich mit Öl und Acryl, daneben mit Kohle, Graphit und Drucktechniken wie Linol- und Lithografie. Gelernt habe ich an der Akademie Faber-Castell in Nürnberg, bevor es mich nach Leipzig verschlagen hat.

Leipzig als Künstlerin erleben

Die Kunstszene in Leipzig ist besonders. Nicht weil sie laut wäre, sondern weil sie Tiefe hat. Die HGB ist eine der renommiertesten Kunsthochschulen Deutschlands und gleichzeitig ein Ort, an dem man wirklich arbeitet, nicht nur theoretisiert.

Für mich bedeutet das: den eigenen Stil finden. Ausprobieren, scheitern, neu anfangen. Bilder manchmal auch wieder übermalen und aus dem, was übrig bleibt, etwas Besseres machen. Ich glaube, genau das ist Lernen.

Was mir wichtig ist

Zuhause Kraft sammeln.

Zwischen Atelier und Alltag brauche ich Stille. Die schönsten Stunden sind die, in denen ich einfach nur mit einer Leinwand allein bin, ohne Ziel, ohne Druck.

Kaffee – aber richtig.

in guter Siebträger-Kaffee am Morgen ist für mich eine Art Ritual. Am besten bevor der Tag anfängt und die Welt noch ruhig ist.

Serien als Ausgleich.

Wenn der Kopf vom Malen voll ist, brauche ich manchmal einfach eine gute Serie. Bewusst abschalten damit die Kreativität wieder arbeiten kann.

Cafés und gutes Gebäck.

Leipzig hat davon einiges zu bieten. Ich gehe gerne auf Entdeckungstour auf der Suche nach dem nächsten guten Stück Kuchen und einem Platz, an dem man einfach sitzen und schauen kann.

Analog fotografieren.

Mit einer Filmkamera durch die Stadt laufen verändert den Blick. Man überlegt zweimal, bevor man auf den Auslöser drückt. Das hat etwas von Malerei, weniger ist mehr, und das Warten gehört dazu.

Ausstellungen – Kunst in die Welt tragen

Jule Rudrof Auszeichnung Kulturförderpreis Amberg 2021.

Ich habe in den letzten Jahren an verschiedenen Ausstellungen teilgenommen und jedes Mal erlebt, was passiert, wenn Bilder auf echte Menschen treffen. Das ist etwas ganz anderes als ein Foto im Internet. Plötzlich hat ein Gemälde eine Größe, einen Geruch, eine Stimmung im Raum.

Für mich sind Ausstellungen eine der schönsten Möglichkeiten, meine Kunst in eine größere Öffentlichkeit zu tragen, mit echtem Publikum, echten Reaktionen. Das erdet mich und zeigt mir, warum ich das alles überhaupt mache.

Lust auf mehr?

Schau dir meine Galerie an, wenn du sehen möchtest, woran ich gerade arbeite.

Oder lies, mehr über mich – da erzähle ich ein bisschen mehr davon, wie ich zur Malerei gekommen bin.

Und wenn du einfach Fragen hast oder mal reden möchtest: hallo@jule-rudrof.de